[IN EIGENER SACHE] 1 Jahr NerdNerdNerd – Wie geht es weiter?

Vor etwas mehr als 1 Jahr, genauer am 5. September 2012, gründete ich dieses Projekt. Was war eigentlich mein Vorhaben? Ich wollte einen Comic-Blog starten. Auf dem alten Blog, der eigentlich für mein Musikerprojekt gedacht war, bloggte ich schon länger auch über Comics, Filme und Videospiele. Und das Thema Comics wurde immer dominierender. Mit diesem Blog war ich aber unzufrieden geworden, da sich die Ausrichtung einfach zu sehr von dem entfernt hatte, für was der Blog eigentlich gedacht war: meiner Musik. Dazu kam das Problem, dass ich dort gewohnheitsmäßig auf Englisch schrieb, da ich auch mit meiner Musik auf ein internationales Publikum abziele. Als ich dann plötzlich über die Serie „My Little Pony“ schrieb, schossen die Klickzahlen plötzlich in die Höhe. Mein alter Blog war aber nicht mehr das, was er mal sein sollte.

Etwas Neues musste her. Ich wollte gezielter über Comics und Popkultur schreiben und auf Deutsch. Der alte Blog war kaputt geschrieben, die WordPress-Version der Blog-Plattform veraltet. Relativ spontan klickte ich mir einen neuen Account auf der gleichen Plattform, die aber mittlerweile eine aktuellere WordPress-Version verwendete. NerdNerdNerd war geboren. NerdNerdNerd an sich war von vornherein aber auch als Versuchsballon gedacht. Ich wollte erst schauen, ob ich auch langfristig motiviert war, regelmäßig über mein Hobby Comics zu bloggen. Daneben war es mir vor allem wichtig, einen Platz für Artikel zu haben, die ich nicht bei der Zeitschrift Lotek64 — einem Magazin über Retro-Games uä. für das ich seit 2007 arbeite — unterbringen konnte oder gar können würde. Etwas hochgestapelt wollte ich mit NerdNerdNerd den Grundstein für etwas Größeres legen. Anfangs suchte ich noch krampfhaft nach Gastautoren, die sich um die Themen kümmern sollten, die ich selbst aus Zeitgründen nicht abdecken konnte oder wollte. Zeitweise hatte ich auch 2 Gastautoren, beide quittierten irgendwann aus Zeitgründen den Dienst und ich war wieder alleine. Inzwischen habe ich Schlagzahl der Artikel weit heruntergeschraubt. Von den zahlreichen Rubriken der Anfangszeit sind nur noch wenige übrig geblieben. Meine Lieblingsrubrik das sogenannte Nerdgezwitscher musste vor allem darum eingestellt werden, weil ich die Plattform Twitter mit der Zeit immer weniger nutzte. Aber zum Thema Twitter kommen wir gleich noch mal. Kleinere Rubriken wie der Fun Fact mussten aus Zeitgründen verschwinden. Ich hatte einfach nicht mehr die Zeit zusätzlich zu meiner Arbeit bei Lotek64 alle 2 Wochen einen solchen Fun Fact zu recherchieren, da sich die Themengebiete nicht selten überschnitten.

Inzwischen ist NerdNerdNerd einfach nur noch der Ort, an dem ich über Comics, Filme, Bücher, Serien, oder, oder, oder schreibe, die mir gut gefallen haben oder eben nicht. Ich reviewe längst nicht alles, was ich lese. Nur wenn ich das Gefühl habe, ich hätte etwas über ein Thema zu sagen, egal ob positiv oder negativ, schreibe ich einen Artikel. Mit der Zeit habe ich auch gelernt zu warten. Reviews müssen nicht am Veröffentlichungstag erscheinen oder etwas später erscheinen. Es ist nicht schlimm, wenn bereits etwas Zeit vergangen ist, bevor die Review erscheint. Es gab eine kurze Phase, da lieferte ich mir einen unbewussten Wettlauf mit einem anderen Blog als wir beide den gleichen Event reviewten. Mein „Kontrahent“ meinte dann irgendwann, ich hätte noch bis irgendwann abends Zeit bevor er seine Review veröffentlichen würde. Ich meinte dann, ich würde das Heft ohnehin erst in wenigen Tagen erhalten und dass es sich auch nicht um einen Wettlauf handeln würde, wer zuerst irgendwelche Reviews bereitstellen würde.

Seit diesem Sommer läuft auch langsam das NNN-Podcast Projekt an. Die bisherigen Sendungen sind ebenfalls Versuchsballone. Seitdem ich aber im Juni mit meinem Kumpel Fabian die Geocaching-Tour durch unsere Heimatstadt gemacht habe weiß ich: Ich will auch was mit Audio machen. Dazu bin ich dann doch zu sehr Musiker, als dass ich diese Möglichkeit auslassen möchte. Der NNN-Podcast soll anders sein, als andere Comic-Podcasts. Die Sendungen sind kurz — maximal 30 – 40 Minuten –, die Themen werden kompakt besprochen und man kann ähnlich wie beim NerdNerdNerd-Blog mit jedem Thema rechnen. Die erste Ausgabe ist zwar noch recht monothematisch, dies wird sich aber bereits mit der 2. Sendung erledigt haben. Das Podcast-Projekt wird noch um wenigstens 1 weiteres Format ergänzt werden, dass sich vom Ursprungsthema „Comics“ komplett abheben, aber im Bereich der Popkultur bleiben wird.

Zukünftig versuche ich Social Networks noch besser zu nutzen. Ich werde alsbald meinen Twitteraccount, den ich bereits seit vielen Jahren pflege, eindampfen. Es wird einen neuen Account nur für den Blog geben. Twitter als Kommunikationsplattform erscheint mir schon länger ungeeignet. Bei den 140 Zeichen, die man zum Schreiben von Nachrichten zur Verfügung hat, sind Missverständnisse in Diskussionen vorprogrammiert. App.net bietet mehr Zeichen — fast doppelt so viele. Beim kostenlosen Account kann man daneben nur 40 anderen Accounts folgen. Mehr braucht man auch nicht. Bis vor kurzem folgte ich noch über 280 Twitter-Accounts. Bei einer regelmäßigen Aufräumaktion kickte ich fast 50 davon raus und stellte fest, dass ich die meisten anderen auch nicht wirklich brauchte. Daneben wird eine Facebook-Seite für den Blog und vor allem den Podcast eingerichtet werden, bei der auch alle Podcast-Sprecher teilnehmen werden. Derzeit denke ich über einen Umzug des Blogs nach. Und dies alles, um NerdNerdNerd auf die nächst höhere Entwicklungsstufe zu hieven. Mit dem Podcast liegen wir genau in meinem Zeitplan, es hat sich einfach alles gefügt. Alles andere wird auch folgen.

Ich sehe zwar noch etwas Nebel am Horizont, bin aber optimistisch, dass NNN genau dort landen wird, wo ich im September 2012 hinwollte.

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